Beitrag 8

Unser Sohn hat sich schon ganz zurückgezogen. Er hat nach seinem Pflichtschulabschluss nur 3 Tage gearbeitet und sich dann keine Vorstellungsbesuche mehr zugetraut. Mein Mann war aufgrund einer schweren Erkrankung arbeitslos. Eine Invaliditätspension bekam er abernicht. So musste er monatlich aufs Sozialamt gehen; er hat sich oft nicht wohlgefühlt und sich missverstanden gefühlt. Er wäre viel lieber arbeiten gegangen, aber das glaubte ihm niemand. Es gibt ja so viele Vorurteile gegenüber Menschen, die auf die Sozialhilfe oder Mindestsicherung angewiesen sind. Dank der Arbeitsassistenz durfte mein Sohn einen Kurs besuchen und hat in der Folge eine Arbeitsstelle bekommen, die er mit großer Begeisterung angenommen hat. Leider ist es ein geförderter Arbeitsplatz, der nur befristet ist. Wir hatten nicht einmal eine Waschmaschine, unser Geld war oft schon zu Ende; aber es war erst Mitte des Monats; so haben uns die Lebensmittelgutscheine vom Verein Nedret weitergeholfen. Auch bei den Heizkosten hat uns der Verein Nedret schon einmal geholfen.